| Hyper-V Virtuelle Festplatten (VHD) |
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Es gibt mehrere verschiedene Arten von Festplatten die in Hyper-V verwendet werden können. Die am häufigsten verwendete Variante sind virtuelle Festplatten, deren Inhalt in einer Datei abgelegt wird. Aber auch dort gibt es einige Unterschiede über die man vor der Verwendung von Hyper-V einiges wissen sollte.
Das VHD Format wird auch unter Virtual PC und manchen Produkten von VMWare und Citrix verwendet. Das macht einen Austausch der Dateien innerhalb dieser Produkte sehr einfach.
Es gibt drei verschiedene Arten von virtuellen Festplatten:
Feste Größe (Fixed Disk) Dateiendung: *.vhd Die Größe der virtuellen Festplatte muss bei der Erstellung vorgegeben werden. Die Sektoren für diese Datei werden dann bei Erstellung der Datei belegt, so dass die Datei auch sofort die volle Größe auf der Festplatte benötigt. Der gesamte Inhalt der VHD wird während des Erstellens mit Nullen aufgefüllt, weshalb die Erstellung von sehr großen VHDs auch eine ganze Weile dauern kann.
Microsoft hat allerdings inzwischen ein Tool veröffentlicht, mit dem sich VHDs mit fester Größe in kürzester Zeit erstellen lassen. Bei diesem Vorgang wird die VHD nicht mit Nullen aufgefüllt. Siehe: http://code.msdn.microsoft.com/vhdtool
In früheren Versionen von Virtual PC und bis zur Hyper-V v1 wurde immer dazu geraten Fixed Disks in Produktivumgebungen zu verwenden, da bis dahin die Schreibvorgänge in Dynamischen Disks 3x länger dauerten als bei VHDs mit festen Größen. Seit Hyper-V v2 ist die Performance größtenteils identisch. Der Vorteil einer Fixed Disk, ist das der gesamte Speicherplatz bereits vorher reserviert wird. So kann es nicht passieren, das irgendwann die Festplatte (oder auch das SAN...) voll läuft während neue Daten in die VHD geschrieben werden. Dynamische VHDs neigen außerdem dazu schneller zu fragmentieren, da die Blöcke erst nach und nach beim vergrößern der Datei belegt werden.
Dynamisch Erweiterbar (Dynamic Disk) Dateiendung: *.vhd Eine dynamisch erweiterbare VHD wird zunächst nur als Datei mit 6 KB auf der Festplatte angelegt und wächst dann mit den Daten die in ihr abgelegt werden. Der Vorteil dabei ist, das man zunächst nur geringen Speicherplatz auf der Festplatte benötigt. Damit eine Dynamische VHD nicht über die physikalische Größe einer Festplatte hinauswachsen kann, wird beim Erstellen eine maximale Größe festgelegt.
Differenzierend (Differencing Disk) Dateiendung: *.vhd oder *.avhd (bei Snapshots) Eine differenzierende VHD hat immer eine andere virtuelle Festplatte als Basis und enthält lediglich die Daten, die 'differenzierend' von der Basisfestplatte sind. Eine VM die eine differenzierende Disk verwendet, kann dabei keine Änderungen auf der Basis-VHD vornehmen. So ist es zum Beispiel möglich mehrere Server des gleichen Betriebssystems mit minimalen Platzbedarf auf einem Hyper-V Host einzurichten. Es ist auch möglich eine Differenzierende Disk als Basis für eine weitere Differenzierende zu verwenden. Ebenso sind Snapshots nichts anderes als die Verknüpfung von Differenzierenden Disks.
Mit einer differenzierenden VHD ist es möglich äußerst schnell neue virtuelle Maschinen bereitzustellen. So kann man z.B. eine vollständige Serverinstallation nach den Unternehmensvorgaben (ggf. auch mit zusätzlichen Anwendungen die sowieso immer installiert werden) in einer VHD ablegen und dann bei jeder neuen Maschine diese als Basis-VHD nutzen. Schon ist innerhalb von ein paar Minuten ein neuer Server bereitgestellt. Alle folgenden Änderungen, wie z.B. Änderung des Hostnamens und IP Adresse, Installation einer zusätzlichen Applikation werden dann in der Differenzierenden VHD gespeichert.
Es ist allerdings nicht möglich über eine Basis VHD mehrere Server zentral zu patchen, in dem man die Patches auf der Basis-VHD installiert!
Administration von VHDs über den Hyper-V Manager Über den Hyper-V Manager können die meisten Tätigkeiten direkt über die GUI durchgeführt werden:
VHD Tool Mit Hilfe des VHD Tools ist es möglich Virtuelle Festplatten per Kommandozeile zu administrieren. Mit dem VHD Tool ist es möglich
Download: http://code.msdn.microsoft.com/vhdtool
Noch mehr Informationen, speziell auch über die Performance von VHDs erhalten Sie im Windows Server 2008 R2 Virtual Hard Disk (VHD) Performance Paper
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