| Hyper-V Dynamic Memory |
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Mit dem Service Pack 1 für Windows Server 2008 R2 wurde unter anderem ein neues Feature für Hyper-V v2 angekündigt: Dynamic Memory. Damit wird nun die Verwaltung von Arbeitsspeicher für die virtuelle Maschine während des laufenden Betriebs möglich sein. Aber wofür ist das gut?
Effiziente Ausnutzung des physikalischen Arbeitsspeichers Wissen Sie immer schon wieviel Speicher Ihre VM benötigt wenn Sie diese erstellen? In vielen Fällen gibt es natürlich Anforderungen von Applikationen oder Erfahrungswerte. Aber nutzt die Maschine den zugewiesen Speicher danach auch wirklich voll aus? Oder ist er vielleicht nach kürzester Zeit sogar zu knapp bemessen weil plötzlich viele Anwender darauf zugreifen? Alles kann passieren! Viele Applikationen sind kurz nach Ihrer Einführung quasi unabkömmlich (Helpdesk Mitarbeiter kennen die Aussagen: Ohne XYZ kann ich nicht arbeiten!!) und können während des laufenden Geschäftsbetriebs nicht abgeschaltet werden. Geht nun aber gleichzeitig die Performance der Maschine den Bach runter, weil der gesamte zugewiesene Arbeitsspeicher belegt ist, können Sie mit Dynamic Memory sofort reagieren und zusätzlichen Speicher zuweisen.
Das dynamische Hinzufügen von Arbeitsspeicher funktioniert natürlich nur, wenn das Gastbetriebssystem die Funktion 'Hot Add Memory' unterstützt. Bei Windows Server 2003 / 2008 ist dies in den Enterprise bzw. Datacenter Editionen enthalten.
Aber nicht nur der reaktive Eingriff profitiert von Dynamic Memory, sondern auch die gesamte Auslastung Ihrer Hyper-V Hosts. Die wenigsten Hosts werden optimal ausgenutzt, was die unterschiedlichsten Gründe haben kann. Oft wird die größte zur Zeit verfügbare Hardware gekauft ("wer weiss was in der Zukunft kommt...") und dann nur für ein paar wenige virtuelle Maschinen genutzt. Ganz passiert es auch das virtuellen Maschinen extra viel Ressourcen zugewiesen werden, und dann plötzlich keine neuen Maschinen mehr angelegt werden können weil kein Arbeitsspeicher mehr zur Verfügung steht - den bestehenden VMs möchte man aber auch nichts wegnehmen, wer weiss ob die dann noch funktionieren. Was einfach in den wenigsten Virtualisierungsumgebungen beachtet wird ist die sorgfältige Planung, laufende Überprüfung und ggf. Anpassung der Umgebung. Im Qualitätsmanagement gibt es eine kurze und prägnante Aussage für diesen immer wiederkehrenden Vorgang: Plan, Do, Check, Act, den sogenannten Demingkreis (Mehr dazu siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Demingkreis).
Führen Sie deshalb eine gute Planung Ihrer Virtualisierungsumgebung durch und versuchen Sie vorher möglichst genau die benötigten Ressourcen abzuschätzen. Führen Sie einen laufenden Überwachungsprozess durch und weisen Sie dann die Ressourcen entsprechend neu zu.
Was hat das nun aber mit Dynamic Memory zu tun? Ganz einfach... sie können die wichtigste Ressource, den Arbeitsspeicher, im laufenden Betrieb verändern!
Sie benötigen Hilfe bei der Planung Ihrer virtuellen Umgebung oder der Implementierung eines Prozesses der einem laufenden Qualitätsmanagement entspricht? Sprechen Sie mich an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Meine Kollegen und ich helfen Ihnen gerne weiter!
Links http://blogs.technet.com/virtualization/archive/2010/03/18/dynamic-memory-coming-to-hyper-v.aspx http://blogs.technet.com/virtualization/archive/tags/Dynamic+Memory/default.aspx |